Ursachen islamistischer Radikalisierungsprozesse multidimensional betrachtet
Eine Interviewstudie an den Zentren und Instituten für Islamische Theologie
Schlagwörter:
Radikalisierung, Islamismus, Prävention, islamische Religionslehrkräfte, Studiengang Islamische Theologie, qualitative ForschungAbstract
Der vorliegende Beitrag richtet den Blick darauf, welche Ursachen für islamistische Radikalisierung Wissenschaftler:innen und Dozierende an den Zentren und Instituten sowie Fachbereichen bzw. Departments oder Abteilungen für Islamische Theologie bzw. Islamisch-religiöse Studien in Deutschland benennen. Hierfür wurden 26 leitfadengestützte Interviews mit den Wissenschaftler:innen und Dozierenden an 11 von 13 Standorten durchgeführt.
Für die Entwicklung radikaler Orientierungen werden von den Interviewten Faktoren auf der intrapersonellen Mikroebene (z. B. innerpsychische Konflikte und rigide Denkschemata), der interpersonellen Mesoebene (z. B. Konflikte und erlebte Benachteiligungen in der Familie und der Schule) und der Makroebene (z. B. politische und gesellschaftliche Konflikte oder gefühlte strukturelle Diskriminierungen von Menschen ausländischer Herkunft oder muslimischer Glaubensorientierung) diskutiert.

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